Hauptort im Südtiroler Unterland

Neumarkt ist der Hauptort des Verwaltungsbezirkes Überetsch Unterland und zählt rund 5.100 Einwohner (Stand Jänner 2018). Das Gemeindegebiet von Neumarkt erstreckt sich auf der linken Seite der Etsch, auf einer Meereshöhe von 210 m bis auf 1.720 m., 25 km von Bozen und 34 km von Trient entfernt.

Das Gemeindegebiet umfasst den Hauptort Neumarkt sowie die Fraktionen Vill, Mazon und Laag mit dem Weiler St. Florian.

Seit 1968 besteht mit der bundesdeutschen Stadt Rheinfelden eine Städtepartnerschaft.

Im Jahr 2014 wird Neumarkt Mitglied der Vereinigung „Borghi piú belli d’Italia“ (Italiens schönste Orte).

 

Das Ortszentrum

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Wandertipps

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Wandertipps Neumarkt und Umgebung

 

Radfahren

Das Radfahren ist in Neumarkt wunderbar und abwechslungsreich. Auf verkehrsfreien ebenen Radwegen, entlang der Weinstraße und der Etsch oder auf der alten Fleimstaler Bahntrasse kann die Gegend besonders schön erkundet werden. Weingärten und Apfelanlagen, so weit das Auge reicht, schattige Laubwälder, bunte Wiesen, vorbei am Kalterer See. Das ermöglicht Radfahren quasi das ganze Jahr über!

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Museen

Das Museum für Alltagskultur befindet sich im historischen Laubenhaus Nr. 50 in der Andreas-Hofer-Straße im Zentrum von Neumarkt.

Die ständige Ausstellung in den alten Wohnräumen zeigt Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände aus dem Alltag eines bürgerlichen Haushalts im 19. und 20. Jh. in Neumarkt. Die Exponate sind so präsentiert, als wäre das Haus heute noch bewohnt. Zusammengetragen hat die Museumsbestände in jahrzehntelanger Kleinarbeit die Sammlerin Frau Anna Grandi Müller.

Galerie der Bezirksgemeinschaft Überetsch Unterland

Der Ausstellungsort bzw. dessen Programm hat ein klar definiertes Profil, das auf Qualität und unverwechselbare Schwerpunkte setzt. Eine Findungskommission wählt jährlich 6 KünstlerInnen aus, die in den jewei

ligen Ausstellungskalender aufgenommen werden.

Für das Jahr 2020 sind dies:

Ursula & Dietmar Tiefengraber

Anuschka Prossliner

Jan Langer

Felix Malnik

Alexander Dellatonio

Sergio Camin

Der Blauburgunder

Der Blauburgunder wird in Südtirol seit Mitte des 19. Jahrhunderts angepflanzt. In mittelhohen, nicht zu trockenen Lagen entfaltet diese Sorte ihr volles Potential und ergibt gut strukturierte Weine, die den burgundischen Vorbildern oft verblüffend nahe kommen.
Besonders der Blauburgunder (Pinot Noir) findet auf den Hügeln um Mazon und Glen und in Buchholz bei Salurn optimale Voraussetzungen.

www.blauburgunder.it

Neumarkts Geschichte

Bereits auf der bekannten Straßenkarte „Itinerarium Antonini“ aus dem 3. Jahrhundert nach Christi Geburt ist auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Neumarkt eine Siedlung dokumentiert. Das antike Dokument weist nämlich eine Militär- und Poststation mit Namen „Endidae Mansio“ auf, gelegen an der Via Claudia Augusta, 23 Meilen nördlich von Tridentum, dem heutigen Trient.

Den mittelalterliche Marktflecken Neumarkt (218 m) wurde 1189 gegründet. Besonderer Anziehungspunkt des historischen Ortskerns sind die malerischen Laubengänge (Arkaden, zwischen 1300 und 1600 erbaut) in der Fußgängerzone, die stattlichen Häuser mit den stimmungsvollen Innenhöfen und die herrschaftlichen Ansitze. Ein Gefühl vergangener Zeiten.

Neumarkt ist reich an Schätzen aus alter Zeit, guterhaltene Baudenkmäler im venezianischen Stil prägen den Ortskern. Die Römer ließen sich an der Domus Mansio Endidae, entlang der Via Claudia Augusta, nieder.

Zur Tradition gehören die Unterlandler Freilichtspiele und das traditionelle Laubenfest Anfang August.

Nostalgie pur erlebt man im Museum für Alltagskultur, wo einfache Sachen aus alten Zeiten ausgestellt sind.

Südlich, in Laag, beginnt der Dürerweg. Dort musste der Künstler aufgrund einer Überschwemmung das Tal verlassen und über den Berg seine Reise nach Venedig fortsetzen.

In einem der Laubenhäuser (Andreas Hoferstr. 20) wurde Andreas Hofer, der Tiroler Freiheitsheld, auf dem Weg nach Mantova, wo er erschossen wurde, für eine Nacht eingekerkert.

Ein Besuch der Kirche „Unsere liebe Frau in der Vill“, die zu den schönsten hochgotischen Kirchen Tirols gehört, läßt ahnen, welche begnadete Künstler hier einst waren.

Am unteren Ende der Lauben, gegenüber der Pfarrkirche, das Ballhaus aus dem Jahre 1372, ein Lagerhaus für die damalige Etsch-Schifffahrt.

Die Schlossruine Kaldiff befindet sich in Mazon oberhalb Neumarkt und wurde um 1200 von den Edlen von Enn erbaut, Inhaber des Gerichtes Neumarkt.

Unzählige Wanderwege führen im angrenzenden Naturpark Trudner Horn.

Weg Nummer 3 Richtung Ruine Kaldiff (20 Minuten) und Gfrillner Sattel (3 Stunden und 50 Minuten) und Weg Nummer 1 Richtung Glen (1 Stunde) und Cislon Alm (3 Stunden).